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An der Facolta di Architettura in Cagliari, Sardinien fand vom 13.03. bis 16.03.2009 die erste Konferenz im Mittelmeerraum zur Lehmbauarchitektur statt. Dabei waren viele Nationen, nicht nur aus der Mittelmeerregion, vertreten. Hauptsächlich ging es um Themenschwerpunkte im Bereich der Sanierung, Forschung und Denkmalpflege. Dabei war ersichtlich, wie wichtig ein internationaler Austausch gerade im Lehmbau ist, um Tradition mit der Moderne zu verbinden, anzugleichen und zu erhalten.
Als wichtiger Punkt hat sich heraus kristallisiert, dass gesetzliche Grundlagen geschaffen werden sollten, die uns in der heutigen Zeit ein ›Bauen mit Lehm‹ ermöglichen und vereinfachen. Darauf sollte in Zukunft unser Hauptaugenmerk gerichtet sein. Denn nur mit entsprechenden Regelungen haben Architekten und Handwerker Chancen den Lehmbau wieder verstärkt in das Bauwesen einzugliedern. In Deutschland sind wir in der glücklichen Lage mit den Lehmbauregeln wieder eine Grundlage an der Hand zu haben, die es uns inallen Bereichen ermöglicht mit Lehm zu Bauen, sei es Sanierung oder Neubau.
Bei der abschließenden Exkursion in Richtung Campidano haben wir einen Eindruck von der Fülle an bestehender Lehmbauarchitektur erhalten. Im Bereich zwischen Cagliari und Oristano erstreckt sich die Campidano-Ebene mit ihren reichhaltigen und vielfältigen Lehmvorkommen. Die meisten Städte sind hier mit Lehm erbaut worden. Der Fachbereich Architektur an der Universität in Cagliari arbeitet eng mit den Gemeinden zusammen, um diese Lehmbaukultur zu erhalten, zu sanieren und wieder aufleben zu lassen.
Weltweite Organisationen haben zusammen diese Konferenz ermöglicht, wie GCI Getty, UNESCO, ICCROM, ICOMOS-ISEAH, Architectural Heritage.
 
Vera Oelve Öffentlichkeitsarbeit Dachverband Lehm e.V.
Weitere Informationen bei www.uni-terra.org, oder http://people.unica.it/mediterra/ |